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Nachhaltigkeit - grüne Siegel im Tourismus

Große Siegel – keine Wirkung – falsche Zeichen

Der Tourismus ist einer der weltweit größten Wirtschaftszweige: Er ist jährlich für knapp zehn Prozent aller wirtschaftlichen Einnahmen auf der Welt verantwortlich.

Jeder elfte Arbeitsplatz ist Teil der Touristikbranche und vier Prozent aller Investitionen sowie fünf Prozent aller Exporte hängen direkt mit dem Tourismus zusammen. Der weitreichende Einfluss der Branche wurzelt nicht zuletzt in dem Fakt, dass viele Menschen vor Ort von ihr beeinflusst werden und von ihr profitieren. So schafft Tourismus nicht nur Verdienstmöglichkeiten für Verkehrsbetriebe und die Hotellerie, sondern auch für diverse Lokale, Restaurants und Geschäfte außerhalb der touristischen Anlagen.

Und jetzt ahnt man es schon: Eine Branche diesen Ausmasses mit Nachhaltigkeit in Verbindung bringen zu wollen ist reichlich naiv. Nachhaltigkeit gilt als ein ethisch begründetes Leitprinzip für eine zukunftsorientierte gesellschaftliche Entwicklung.  Sie sollte eine Vorstellung davon vermittelt, wie die Welt sein sollte, wie die Menschen heute und morgen leben sollen und welche Zukunft wünschenswert ist. Das ist der heutige Tourismus ganz und gar nicht – auch wenn viele Akteure das gern so sehen würden. Vielmehr ist der Tourismus, wie er sich heute darstellt, mehr der  Mitverursacher von unerwünschten ökologischen und soziokulturellen Auswirkungen

Wald und Müll
Touristen und Müll
Kreuzfahrt und Müll
gruene zone flieger
Nachhaltigkeit - grüne Siegel im Tourismus

Unerwünschte ökologische und soziokulturelle Auswirkungen ist sehr fein und nett umschrieben. Der Tourismus ist ein Moloch der Unzulänglichkeiten. Von Ausbeutung der Arbeitskräfte über  ökologischer Ausbeutung gefährdete Regionen bis zur Umweltverschmutzung und Umweltzerstörung ist alles an der Tagesordnung. Die sogenannte Touristifizierung hat an vielen Orten, die von Touristen auserkoren wurden, einen vergleichbaren Effekt wie die Gentrifizierung. Ärmere Bewohner werden verdrängt, und die Wohnviertel werden immer homogener.

In Bayern gibt es solche sogenannte Hotspots wie Passau, Bamberg, Regensburg, München, Schloss Neuschwanstein und die Zugspitze.

Hört sich nicht so schlimm an, da gerade diese Regionen als besinnlich, beschaulich bekannt sind. Aber nehmen wir als Beispiel Passau, oder besser gesagt die Touristik-Belastung für Passau: Im Sommer ist das Stromnetz nicht in der Lage, die Kreuzfahrtschiffe mit Energie zu versorgen. Die lassen deswegen einfach den Motor laufen. Aber egal, das nächste Hotel, welches seine Nachhaltigkeit nicht verschweigen möchte, ist gleich um die Ecke.

Solche Beispiele gibt es tausendfach und das macht klar, dass der Tourismus für circa acht bis zehn Prozent der globalen Emissionen verantwortlich ist und somit den Klimawandel entscheidend mit voran treibt.

ALLE AKTEURE MÜSSEN ZUSAMMEN GEGEN DEN KLIMAWANDEL ARBEITEN

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