Bäume und Jatropha CO₂ Farming gegen Klimawandel

Bäume und Jatropha CO₂ Farming gegen Klimawandel : Die Wüsten wachsen. Jedes Jahr werden weltweit Gebiete von mehr als 150 000 km² unfruchtbar. Besonders dramatisch ist die Lage in Afrika, weil hier der Verlust von landwirtschaftlich nutzbarem Land und wilder Natur einem besonders starken Bevölkerungswachstum gegenübersteht.

Wir müssen den Klimawandel sofort und effektiv bekämpfen. Wir müssen professionell aufforsten. Dabei ist zwar jeder Baum wichtig, doch einige „Bäumchen-Spots“ hier und einige hundert Bäume da, bringen uns nicht weiter. Im Gegenteil! Solche gut gemeinten, oft von Unternehmen als Werbeveranstaltung missbrauchten Aktionen verniedlichen das wirklich große Problem und vermitteln ganz falsche Signale. Die Erde hat noch Platz für eine Milliarde Hektar neuen Wald. Gemeinsam mit den derzeit rund um den Globus existierenden Waldflächen von 2,8 Milliarden Hektar besteht das Potential, zwei Drittel der von Menschen verursachten Kohlendioxid-Emissionen aufzunehmen. Das müssen wir professionell nutzen und Bäume in großen Mengen pflanzen, an Orten an denen sie sicher die nächsten 100 Jahre und mehr wachsen können.

Das hört sich ja schon mal gut an!

Wir brauchen also nur genug Bäume pflanzen und schon ist das Problem gelöst! Es ist wie so oft: Das ist nur die halbe Wahrheit!

Aufforsten ist eine einmalige Chance die Zeit zurückzudrehen, vieles wiedergutzumachen – aber kein Freifahrschein so weiterzumachen wie bisher.

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Zusätzlich gibt es eine Lösung für Gebiete, an denen schon keine Bäume mehr wachsen. Arbeiten am „Plan B“ gegen den Klimawandel: Die Wissenschaftler Prof. Dr. Klaus Becker und Prof. Dr. Volker Wulfmeyer von der Universität Hohenheim forschen daran seit 1996. Bei ihrer Earth System Dynamics Study arbeiteten Spezialisten aus den Fachgebieten Landwirtschaft, Meteorologie, Physik und Ökonomie zusammen. Sie beschäftigten sich mit einem Baum, der auf kargen Böden wächst – Jatropha.

Jatropha ist ein sukkulenter Strauch, der eine Höhe von bis acht Metern erreichen kann. Die Zweige sind von einer sich abschälenden Rinde bewachsen und tragen fünflappige Blätter an 10 bis 15 cm langen Stielen. Diese Pflanze benötigt nur sehr wenig Wasser. Trotz ihres üppigen Grüns kann sie gut auf kargen, trockenen Böden angebaut werden. Allerdings braucht die Pflanze geringe Wassermengen, weshalb die Forscher beispielsweise trockene Küstenregionen für geeignet halten, wo Meerwasser entsalzt und zur Bewässerung genutzt werden kann.

Nach Forschungen, Rückschlägen und der Notwendigkeit der Züchtung wegen fehlender Erträge und einer Ausgliederung der JatrophaSolution aus der Uni Hohenheim ist es heute so weit. Die Züchtungen stimmen und die Erträge stimmen.

Migraplan richtet eine 40 ha Jatropha CO₂ Farming Pilotplantage in Kenia ein. mehr Info

grüne zone Solar Modul

Bäume pflanzen allein reicht nicht!

Wer glaubt, dass die Menschheit im Notfall durch die Hilfe der Pflanzenwelt vielleicht noch das Schlimmste abwenden kann, der irrt. Pflanzaktionen können den Klimawandel keinesfalls aufhalten, wenn wir weiter so ungehemmt fossile Brennstoffe verfeuern und gleichzeitig Wald für billiges Palmöl, Sojabohnen oder Fleisch vernichten. Dazu kommt die illegale Abholzung, die in Entwicklungsländern speziell für den Betrieb von Koch-Öfen und Feuerstellen erfolgt. Zusätzlich ist die illegale Waldzerstörung ein lohnendes Geschäft. 140 Euro verdienen Diebe in Kenia mit einem 200 Jahre alten Baum.

Armut und Landnot sind der größte Antrieb für die illegale Abholzung der Wälder, aber es geht auch ums schnelle Geld. Mögliche Strafen schrecken wenig ab und eine Lösung ohne Alternativen sind ein erhebliches Risiko für die Ernährungssicherheit der sowieso schon armen Bevölkerung. Wir schaffen im Zuge unserer Aufforstungsprogramme gleichzeitig Einsicht und Verständnis bei der Bevölkerung, da wir gleichzeitig Alternativen bieten.

Zusätzlich zu unseren Aufforstungsprogrammen versorgen wir die Landbevölkerung mit Solar-Modulen für den Betrieb von Koch-Öfen. Das mindert einen Teil der illegalen Abholzung. Jeder von uns kann auch zusätzlich dazu beitragen. Zum Beispiel als Tourist: Kaufen Sie keine Holzfiguren in Entwicklungsländern, deren Herkunft Sie nicht kennen. (Auch wenn es Ihnen das Herz bricht!)

Ohne eine Alternative zu den herkömmlichen Lebensweisen der ländlichen Bevölkerung in allen Entwicklungsländern wird es nie gelingen den Klimawandel zu stoppen. Solar-Module sind hier ein probates Mittel denn Sonne hat Afrika mehr als genug!

Und um es in aller Deutlichkeit zu sagen: Wir möchten uns nicht mit anderen NGOs vergleichen, die mehrheitlich „pflanzen lassen“. Viele dieser NGOs, wie zum Beispiel „Plant for the Planet“ geraten so schnell in die Kritik, da mit Zahlen jongliert wird, die fern der Realität sind, wie dieser Bericht der „Zeit  deutlich zeigt.

WIR PFLANZEN 1 MILLION NEUE BÄUME FÜR EINE SAUBERE ZUKUNFT...

...und wir schaffen Verständnis

Unser Diagramm zeigt den „negativen Kipppunkt“ und seine Auswirkungen. Wangari Maathai (Nobel-Preisträgerin und Umwelt-Aktivistin in Kenia) sagte einmal: „Wenn Sie den Wald zerstören, hört der Fluss auf zu fließen, der Regen wird unregelmäßig, die Ernten fallen aus und Sie sterben an Hunger.

Abholzung führt zu Bodenerosion – Verlust des wertvollen Humus, der Wasser in den fünf „Wassertürmen“ Kenias speichert, um Flüsse und Quellen wieder aufzufüllen. Erosion verschmutzt auch das Wasser, von dem die Menschen für den Haushalt abhängen. Entwaldung reduziert die Verdunstungstranspiration, so dass weniger Feuchtigkeit in der Luft und damit weniger Regen ist. Wasserknappheit führt zu Ernteausfällen, die Hunger und Armut verursachen. Ernteausfälle führen zu mehr Abholzung, da die Landwirte mehr Land für die Landwirtschaft roden und einen Teufelskreis bilden.

Grüne Zone Migraplan Diagram Baum
Migraplan Grüne Zone Diagram Baum

...nur dann schaffen wir Ergebnisse!

Unser zweites Diagram zeigt den „positiven Wendepunkt“, d.h. die Bemühungen von Migraplan Gruene.Zone , und ihre Auswirkungen. Das Pflanzen von Bäumen führt zu einer geringeren Erosion, wodurch die Wasserspeicherkapazität des Landes zur Revitalisierung von Bächen und Quellen erhalten bleibt. Weniger Erosion sorgt auch für sauberes Wasser. Die Evapotranspiration von den Bäumen verursacht mehr Regen, der die Ströme verstärkt und direkt auf die Pflanzen fällt. Bessere Ernten bedeuten weniger Hunger und weniger Armut. Das Pflanzen von Obstbäumen produziert mehr Nahrung und zusammen mit der Bereitstellung von solarbetriebenen Öfen für das Kochen, herrscht weniger Hunger. Andere Migraplan-Projekte – wie Ernährungssicherheit und Maßnahmen gegen Unterernährung – verringern direkt Hunger und Armut. Migraplan-Projekte erzeugen auch Bildung, Inspiration und Autonomie. Dies, zusammen mit mehr Gemeinschaft und der nachgewiesenen Wirksamkeit von wiederbelebten Bächen und Quellen, setzt die Bemühungen der Baumpflanzung so ein, dass eine positive Rückkopplungsschleife gebildet wird.

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Wangari Maathai - Nobel-Preisträgerin und Klima-Aktivistin

Als Wangari Maathai auf einer Farm in den Bergen mitten in Kenia aufwuchs, war die Erde noch in ein grünes Kleid gehüllt. Dann ging Wangari für fünf Jahre zum Studium nach Amerika. Und als sie zurückkam, kannte sie ihr Land nicht wieder.

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